Mittwoch, 29. Dezember 2021 | 18 Uhr
Klosterkirche St. Abdon und Sennen Salzgitter-Ringelheim

Bachs Lutherische Messen BWV 234 und BWV 235

Vokalwerk Hannover:
Miriam Feuersinger (Sopran)
Elvira Bill (Alt)
Daniel Johannsen (Tenor)
Dominik Wörner (Bass)
Concerto Ispirato
Leitung: Martin Kohlmann

Bachs Missae brevis sind kleine lateinische Messen, die nur das Kyrie und Gloria des Messordinariums vertonen. Daher rührt auch der Verweis auf Martin Luther im Titel dieser Werke, denn in der protestantischen Tradition wurden vorwiegend nur Kyrie und Gloria im Gottesdienst musikalisch verarbeitet. Nur eine 1733 von Bach begonnene Komposition von Kyrie und Gloria wurde später zur h-Moll-Messe erweitert, die dann das komplette Ordinarium vertont und als eine der bedeutendsten Vokalkompositionen überhaupt gilt. Hinsichtlich ihrer Aufführungsdauer unterscheiden sich die Lutherischen Messen kaum von den Bachschen Kantaten. Von den insgesamt vier Missae brevis Bachs hören Sie in diesem Konzert die Messe in A-Dur BWV 234 und die Messe in g-Moll BWV 235. Das Orchester umfasst 2 Oboen, 2 Traversflöten, Streicher und Basso continuo. Vokalwerk Hannover wird für dieses Konzert mit vier renommierten Vokalsolisten besetzt sein (Miriam Feuersinger – Sopran, Elvira Bill – Alt, Daniel Johannsen – Tenor, Dominik Wörner – Bass). Es spielt das Barockorchester Concerto Ispirato unter der Leitung von Martin Kohlmann.

Gefördert von WIDER SENSE TraFo gGmbH und der BKM.

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Freitag, 1. April 2022 | 18 Uhr
Stiftskirche Steterburg

Figure humaine - Werke von Poulenc, Schütz und Mauersberger

Francis Poulenc: Figure humaine
Heinrich Schütz: Musikalische Exequien
Rudolf Mauersberger: Wie liegt die Stadt so wüst

Vokalwerk Hannover
Leitung: Martin Kohlmann

Zu Francis Poulencs bedeutendsten Chorwerken gehört seine a cappella-Kantate Figure humaine (Menschliches Antlitz), entstanden inmitten der Schrecken des Zweiten Weltkriegs, als Appell an Menschlichkeit und den Frieden. Als Poulenc das Werk im Sommer 1943 schrieb, stand Frankreich schon seit drei Jahren unter deutscher Besatzung. Wie in fast allen seinen Vokalwerken legt Poulenc seiner Vertonung Gedichte von Paul Éluard zugrunde. Im letzten Teil Liberté erklingt ein Aufruf zum Widerstand gegen die Besatzungsmacht als Hymne an die Freiheit.

Figure humaine wird in diesem Konzertprogramm durch die Motette Wie liegt die Stadt so wüst von Rudolf Mauersberger ergänzt. Der Kreuzkantor Mauersberger komponierte das Werk unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg nach Texten aus den Klageliedern Jeremias für den Dresdner Kreuzchor. Außerdem wird im Konzertprogramm ein historischer Brückenschlag zur Übergangsphase von der Renaissance zum Frühbarock vollzogen: Die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz sind eine Trauer- oder Begräbnismusik für Singstimmen und Basso continuo. Schütz komponierte seine Exequien 1635/36 anlässlich des Todes seines Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß.

Gefördert von Niedersachsen dreht auf.

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