Porträt-Bild Martin Kohlmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Pandemie macht Künstlern und Konzertveranstaltern das Leben schwer. Im Jahr 2020 mussten wir aus bekannten Gründen die geplanten Orgelkonzerte im Rahmen der Konzertreihe Ringelheimer Orgeltage absagen. Glücklicherweise haben aber alle für 2020 angefragten Konzertorganisten ihre Bereitschaft signalisiert, ihr Konzertprogramm in diesem Jahr für uns nachzuholen. Darüber freue ich mich sehr und darf Ihnen hier die Orgelkonzerte für das Jahr 2021 präsentieren. Zugleich darf ich mich Ihnen als neuer künstlerischer Leiter der Konzertreihe vorstellen. Ich bin in Salzgitter geboren, habe an der Musikhochschule in Hannover die Studiengänge Kirchenmusik, Dirigieren und Musiktheorie studiert und bin als Konzertorganist, Chordirigent und Dozent an verschiedenen Orten in ganz Deutschland tätig. Über die mir übertragene Aufgabe der künstlerischen Leitung der Ringelheimer Orgeltage freue ich mich sehr und kann ihnen zukünftig auch weiterhin hochkarätige Programme und spannende Konzertformate versprechen. Nehmen Sie bei Interesse gern Kontakt mit uns auf.

Ihr
Dr. Martin Kohlmann

Die Orgel in der früheren Klosterkirche und heutigen Pfarrkirche St. Abdon und Sennen ist wahrscheinlich mit dem barocken Wiederaufbau der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Klosterkirche entstanden. Die Kirche war möglicherweise um 1696 fertig. Diese Jahreszahl wird auch als Entstehungsdatum für die Orgel angenommen, die vom Orgelbaumeister Andreas Schweimb aus Einbeck erbaut worden ist. Ein wesentliches Merkmal der alten Orgel waren die Springladen.

Eine größere Reparatur der Orgel erfolgte 1828, dabei wurden bereits Register ausgetauscht. 1856 war eine weitere Reparatur erforderlich, und 1865 hat der Orgelbauer Breust aus Goslar Veränderungen an der Kanalanlage, am Rückpositiv-Werk und am Pfeifenbestand vorgenommen.

Sonntag, 2. Mai 2021, St. Abdon und Sennen, 18:00 Uhr

Christian SKOBOWSKY (Ratzeburg)

Der gebürtige Potsdamer Christian Skobowsky ging nach seiner Ausbildung in Dresden und Halle (u. a. Orgelstudien bei Hansjürgen Scholze und Volker Bräutigam) 1993 als Kantor und Organist der Schweriner St. Paulskirche nach Mecklenburg. Von 2002-2007 lebte Christian Skobowsky in Freiberg, wo er an den Silbermann-Orgeln des Domes musizierte sowie die Chöre und die Freiberger Dom-Music leitete. Aufnahmen an Silbermann-Orgeln dokumentieren seine Auseinandersetzung mit der Musik von Johann Jacob Froberger, norddeutschen Komponisten, J. I. F. Biber (zusammen mit der Barockgeigerin Annegret Siedel) und Johann Sebastian Bach. Die Neue Bachgesellschaft betraute ihn mit der künstlerischen Leitung des 82. Bachfestes im September 2007.

Sonntag, 9. Mai 2021, St. Abdon und Sennen, 18:00 Uhr

Dirk ELSEMANN (Berlin)

Dirk Elsemann erhielt seinen ersten Orgelunterricht im Alter von 7 Jahren beim Kirchenmusiker Alfred Heinzel/ Bocholt. Von 1989 bis 2000 war er Organist in verschiedenen Pfarrgemeinden in Bocholt. 1994 war Elsemann erster Preisträger (Orgelimprovisation) im Bundeswettbewerb Jugend musiziert/ Leipzig. Er besuchte verschiedene Meisterkurse und Seminare in den Fächern künstlerisches Orgelspiel und Improvisation bei Anders Bondeman/ Stockholm, Helmut Deutsch/ Saarbrücken, Jon Laukvik/ Oslo, Peter Planyavsky/ Wien, Jan Raas/ Utrecht und Daniel Roth/ Paris. 1999 gewann er den Gottfried-Schreuer-Preis für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation in Düsseldorf.

Sonntag, 16. Mai 2021, St. Abdon und Sennen, 18:00 Uhr

Ulfert SMIDT (Hannover)

Ulfert Smidt wuchs in Bremen auf, wo er bereits in seinem 11. Lebensjahr Orgelunterricht erhielt. In Hannover studierte er Kirchenmusik (Orgelklasse Ulrich Bremsteller) und legte dort 1985 das A-Examen ab. Als Stipendiat der deutschen Studienstiftung führte sein weiterer Weg nach Amsterdam zu Piet Kee und Ewald Kooiman und damit an die wichtigsten Orgeln der Niederlande.

Nach siebenjähriger Tätigkeit als Kirchenmusiker, Kreiskantor und Orgelrevisor in Holzminden kam er 1995 als Kantor und Organist an die St. Stephanikirche Bremen. Seit 1996 ist Ulfert Smidt als Organist der Marktkirche Hannover und künstlerischer Leiter der internationalen Orgelkonzerte tätig, darüber hinaus unterrichtet er als Dozent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Pfingstmontag, 24. Mai 2021, St. Abdon und Sennen, 18:00 Uhr

Hans-Dieter MEYER–MOORTGAT (Peine)

Als Pianist wurde Hans-Dieter Meyer-Moortgat, geb. am 25. April 1953 in Potsdam, maßgeblich von Professor Karl-Heinz Kämmerling geprägt,  von dem er seit 1966 zunächst an der Niedersächsischen Musikschule in Braunschweig unterrichtet wurde und der ab 1971 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sein Klavierprofessor war. Hier studierte er zugleich auch Orgel, absolvierte 1975 das Diplom als Klavier-Pädagoge und 1979 das Konzertexamen in der Meisterklasse von Professor Kämmerling.

1973 wurde Meyer-Moortgat als Organist an die St.-Magni-Kirche in Braunschweig berufen. Von 1979 bis 2001 war er an der Städtischen Musikschule Braunschweig Fachleiter der Klavierklassen und Hauptfachlehrer für studienvorbereitende Ausbildung für Klavier und Orgel. Seit 2001 ist Hans-Dieter Meyer-Moortgat freiberuflich als Konzertpianist und -organist, aber auch als Klavier- und Orgellehrer tätig. 2013 wurde er zum Titularorganisten am Dom zu Bad Gandersheim ernannt.